370 Raummodule für „Chicago Sibiriens“ADK Modulraum aus Neresheim erhält Großauftrag aus NovosibirskNovosibirsk ist die drittgrößte Stadt Russlands (nach Moskau und Sankt Petersburg), ein bedeutendes Industriezentrum – und seit Spätsommer 2010 auch Handelspartner des Neresheimer Unternehmens ADK Modulraum. Der Hersteller fertiger Spezial-Raummodule für Medizin, Verwaltung, Bildung und Forschung hat im September den Auftrag zum Bau des städtischen Neurochirurgie-Zentrums erhalten und wird insgesamt 370 Raummodule produzieren.
Das neueste Großprojekt der Stadt ist das Föderalzentrum für Neurochirurgie. Gebaut wird das fünfgeschossige Zentrum an ungewohnter Stelle und in moderner Bauweise: Es besteht aus so genannten Raummodulen, technisch bereits voll ausgestatteten, architektonischen Bausteinen. Produziert werden die Elemente im rund 6.000 Kilometer weit entfernten Neresheim vom baden-württembergischen Unternehmen ADK Modulraum. 370 Module und vier Bauabschnitte für verschiedenste Zwecke Modulräume basieren auf einem tragenden Stahlrahmen und dem nachfolgenden Trockenausbau. Trocknungszeiten vor Ort entfallen somit komplett. So wird ein enormer Vorfertigungsgrad von über 95 Prozent erreicht. Besonders im Bereich Medizin kommt ADK Modulraum durch die Errichtung von 50 OP-Räumen große Erfahrung zu. Gerade im medizinischen Bereich ist Modulbauweise sehr vorteilhaft, denn die Verkürzung zur normalen Bauzeit liegt bei über 50 Prozent. Zudem werden Lärm- und Schmutzbelästigung erheblich reduziert. Mit 18.000 Quadratmetern Fläche ist der Auftrag einer der größten, den das Neresheimer Unternehmen dieses Jahr begonnen hat. Der Bau ist in vier Abschnitte aufgeteilt. Im ersten Bauabschnitt werden eine Poliklinik, Aufnahmeräume für Patienten, Diagnostik wie CT- und Röntgenräume geliefert. Auch Spezialräume wie eine Desinfektionsabteilung und ein medizinisches Labor sind Teil dieses Abschnittes. Darauf folgen Aufzüge und Aufzughallen auf allen fünf Stockwerken und als dritter Schritt vor allem administrativ-repräsentative Elemente wie ein Konferenzsaal, das Mitarbeiter-Büffet sowie eine medizinische Bibliothek. Der vierte, umfangreichste Abschnitt umfasst alle Bettenstationen mit rund 100 Betten sowie die im Keller untergebrachten, technischen Räume wie die Lüftungs- und Heizungszentrale, die Wasservorbereitung sowie verschiedene Werkstätten und Funktionsräume. Beim medizinischen Equipment von der OP-Beleuchtung bis zum Feinstfilter zur Einhaltung strengster Hygienestandrads arbeitet ADK mit führenden Spezialherstellern zusammen. Über die Ostsee nach Sankt Petersburg nach Sibirien Nach der Produktion in Neresheim treten die rund 370 Module eine etwa 6.000 Kilometer lange Reise an. Zunächst transportieren Schwerlaster die Bauelemente an die Ostsee, wo sie per Schiff nach Sankt Peterburg gelangen. Von dort aus werden sie via Binnenschiff weiter nach Sibirien transportiert, der letzte Abschnitt nach Novosibirsk wird wieder mit Spezialtransporten auf der Straße zurückgelegt. Rund einen Monat wird der Transport dauern. Erster Großauftrag in Russland ADK Modulraum hat bereits Erfahrung mit internationalen Projekten. Unter anderem kann das Unternehmen das Generalkonsulat in Izmir sowie Botschaftsbauten in Minsk und Kabul zu seinen Referenzen zählen. In Russland ist das Krankenhaus jedoch das erste Großprojekt. „Der russische Markt ist für die Zukunft äußerst vielversprechend. Deshalb beschäftigen wir auch einen russischen Vertriebsexperten speziell für diesen Markt“, so ADK-Geschäftsführer Richard Ahle, der bei den letzten Gesprächen zur Ausschreibung auch persönlich vor Ort war. Quelle: http://www.http://www.der-pressedienst.de//architekturbauen-inhalte/modulbau-inhalte/novosibirsk.html |