Für das dank Photovoltaik-Technik CO2-optimierte Bürogebäude M60 entwickelte der Isolar-Partner Oderglas Isolierglaslösungen, die nicht nur Sonnen- und Schallschutz, sondern auch sicherheitsrelevante Funktionen in einem komplexen Aufbau kombinieren. Das Ergebnis: ein auch durch seine Fassade energieeffizientes, zukunftsweisendes Gebäude.
Büroflächen, Gastronomie, Einzelhandel sowie soziale und Freizeitangebote – die Macherei Berlin-Kreuzberg in Berlin vereint all dies zu einer modernen Quartiersentwicklung im Herzen der deutschen Hauptstadt. Solche New-Work-Konzepte sind in vielen internationalen Metropolen gelebte Realität, in Deutschland ist diese Art konsequent durchdachter Lebens- und Arbeitswelten bislang selten anzutreffen. Insbesondere in der Dimension, wie sie hier in Berlin-Kreuzberg realisiert wurde.
Die Macherei Berlin-Kreuzberg vereint drei architektonisch herausragende Gebäude – M40, M50 und M60 – die jeweils von renommierten Berliner Architekturbüros entworfen wurden und mit ihren innovativen Konzepten neue Maßstäbe setzen. M60, geplant vom international bekannten Büro Sauerbruch Hutton, ermöglicht Arbeiten auf rund 8.200 m² und steht für nachhaltige Architektur mit hoher gestalterischer Qualität. M50, ein ca. 90 Meter hoher Büro-Tower, wurde von Eike Becker Architekten ökologisch revitalisiert und verbindet urbane Präsenz mit zukunftsorientierter Nutzung. M40 schließlich, entworfen von KEC Architekten, überzeugt als flexibel nutzbares Büro- und Gewerbehaus in moderner Holz-Hybrid-Bauweise. Gemeinsam bilden die drei Gebäude ein Ensemble, das Nachhaltigkeit, Innovation und architektonische Vielfalt mitten in Berlin-Kreuzberg vereint.
Urbane Vielfalt mit nachhaltigem Fundament
Mit rund 7.500 m² vermietbarer Fläche auf acht Geschossen setzt das Bürohochhaus M60 am Halleschen Ufer neue Maßstäbe für moderne Arbeitswelten in Berlin. Die Flächen verteilen sich auf zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss sowie Büroeinheiten vom ersten bis zum siebten Obergeschoss. Im achten Obergeschoss befindet sich eine großzügige Dachterrasse mit Südausrichtung, die nicht nur einen attraktiven Aufenthaltsort bietet, sondern auch das architektonische Gesamtbild abrundet. Eine Tiefgarage mit Pkw- und Fahrradstellplätzen ergänzt das Angebot und sorgt für eine komfortable Erreichbarkeit.
Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist hervorragend: Direkt vor dem Gebäude befindet sich die U-Bahn-Station Möckernbrücke, die Zugang zu den Linien U1, U3 und U7 bietet. Der S-Bahnhof Anhalter Bahnhof ist in nur sechs Minuten fußläufig erreichbar und verbindet das Quartier mit dem regionalen und überregionalen Bahnnetz.
Das Gebäude ist Teil eines der eindrucksvollsten städtebaulichen Projekte der Hauptstadt. Dessen ursprüngliche Idee der Quartiersplanung verbindet Wohlbefinden, Flexibilität und Vernetzung auf architektonisch anspruchsvolle Weise. Der Entwurf des M60 verfolgt das Ziel eines CO₂-optimierten Betriebs und steht damit beispielhaft für den Anspruch des Büros, mit nachhaltigen Lösungen zur Entwicklung urbaner Lebensräume beizutragen.
Im Zentrum des gestalterischen Konzepts stehen der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen sowie die Freude am sinnlichen Erleben von Raum und Material. Die Fassade des M60 spielt mit Kontrasten aus farbigen Flächen, Naturmaterialien und Glas. Dabei kommen unterschiedliche Grade von Transparenz, Lichtdurchlässigkeit und Reflexion zum Einsatz, die dem Gebäude eine lebendige und zugleich elegante Erscheinung verleihen.
Ein Hochhaus im neuen Licht: Sanierung mit Weitblick
Ein zentraler Bestandteil des Energiekonzepts ist die Integration modernster Photovoltaiktechnik. Noch entscheidender ist jedoch die Minimierung des Energiebedarfs im täglichen Betrieb – erreicht unter anderem durch eine hochwertige Fassadenverglasung, die sowohl energetische Effizienz als auch gestalterische Qualität vereint. „Beim M60 der Macherei haben wir moderne Funktionsgläser mit einem Ug-Wert von 1,0 eingesetzt. Sie reduzieren Wärmeverluste durch Strahlung und Konvektion erheblich“, erläutert Sebastian Blontke aus der Betriebsleitung von Oderglas. Im Sommer sorgt diese Verglasung dafür, dass die Klimaanlage seltener aktiviert werden muss; im Winter hingegen hält sie die Wärme im Gebäude, wodurch der Heizbedarf sinkt.
Oderglas, ein 1990 gegründeter Hersteller von Bau- und Fassadenglas mit Sitz in Müllrose bei Frankfurt/Oder, ist Teil der konzernunabhängigen Isolar-Gruppe. In den vergangenen Jahren statte das Team um Geschäftsführer und Inhaber Christian Dahlick zahlreiche namhaften Gebäude mit modernsten Funktionsgläsern aus. Das Gebäude M60 in der Macherei Berlin-Kreuzberg ist ein weiteres Aushängeschild für Oderglas in dieser Reihe.
Viele Anforderungen, ein Funktionsglas
„Zwischen Juni 2023 und Juli 2024 haben wir insgesamt 2.100 Quadratmeter Isolierglas für das Gebäude geliefert“, berichtet Blontke. Eine besondere Herausforderung: Die verbauten Gläser mussten unterschiedliche Anforderungen erfüllen – darunter Sonnen- und Schallschutz, teils sogar kombiniert. „Dabei kamen überwiegend dicke 6.6.4- oder 5.5.4-VSG-Gläser zum Einsatz – wie sie heute nicht selten verwendet werden“, erklärt Blontke. Auch die übrigen verbauten Scheiben weisen eine überdurchschnittliche Stärke auf. Der hohe Sonnenschutz ist deutlich spürbar – und dabei optisch dezent.
Durch gezielte Material-Kombinationen entstanden technisch wie optisch hochwertige Gläser, die alle gewünschten Funktionen in einem Glasaufbau vereinen und zugleich den Anforderungen der DIN EN 1279 entsprechen. „Gerade im Projektbau liegen die Erwartungen der Kunden oft oberhalb der üblichen Toleranzen“, sagt Blontke. Doch trotz der hohen Komplexität des Projekts ließ sich der vorgegebene Kostenrahmen einhalten, wie Christian Dahlick erklärt: „Wir haben von Anfang an höhere Standards in den Prozessen angesetzt. Dies half, den Ausschuss zu minimieren und wir konnten ressourcenschonend sowie effizient produzieren.“
Technische Angaben zur Macherei M60 Berlin:
- Bürohaus mit insgesamt 8 Geschossen
- BGF o.i.: ca. 9.000 m2
- BGF u.i.: ca. 1.700m2
- BGF Gesamt: ca.10.700 m2
- CO2-optimiertes Bürohaus dank moderner Photovoltaik-Technologie
- Einheiten von 426 m² bis 870 m² pro Geschoss; auf bis zu 7 Büroetagen
Objektlegende:
- Bauherr: Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG, Am Kabellager 11–13, 51063 Köln, www.art-invest.de
- Architekturbüro: Sauerbruch Hutton, Lehrter Str.47, 10557 Berlin, www.sauerbruchhutton.de
- Glaslieferung: ODERGLAS GmbH & Co.KG Gewerbeparkring 1 15299 Müllrose, www.oderglas.de