CEO Bernd Eberle: „KI könnte sogar zu Agentur-Neugründungen führen“ - Der Pressedienst - Medienservice für Journalisten

CEO Bernd Eberle: „KI könnte sogar zu Agentur-Neugründungen führen“

WHAT’S NEXT? Eberle Werbeagentur feiert 75 Jahre | Markenagentur rüstet sich für KI-Zeitalter

Die Eberle Werbeagentur feiert 75 Jahre. Von Karl Eberle als Grafisches Atelier gegründet, baute sie dessen Sohn Gerd Eberle zu einem respektablen Player in der Branche aus. Heute blicken dessen Söhne Bernd und Jochen Eberle in 3. Generation auf über sieben Jahrzehnte Agentur- und Werbegeschichte – und richten die Markenagentur im KI-Zeitalter neu aus.

Schon früh interessierten sich namhafte Marken für die Agentur in Schwäbisch Gmünd. Unternehmen wie Brand Zwieback, Bifora-Uhren, Ricola oder Steiff ließen hier Kampagnen für ihre Produkte entwickeln, die vielfach im Einzelhandel, den Verkaufsregalen der Supermärkte und schließlich hunderttausendfach in den Haushalten zu finden waren.

Jede Kampagne war geprägt vom Zeitgeist. Und immer stand für die Agentur und ihre Kommunikationsspezialisten die Frage im Raum: Was kommt morgen – What’s Next? Wäre diese Frage unbeantwortet geblieben, könnte sich die Agentur nicht heute noch nach 75 Jahren erfolgreich am Markt behaupten – als eine der führenden Agenturen Deutschlands.

Disruption nichts Neues

„Unsere Branche mussten schon immer mit Disruptionen umgehen und schnell neue Geschäftsmodelle daraus entwickeln“, sagt Bernd Eberle. So wurde der Zeichenblock vom Computer abgelöst, das Polaroid von der Digitalfotografie, ein vermeintliches schnelles Fax durch die noch schnellere E-Mailkommunikation.

Parallel galt es, nicht nur die Marken der Kunden, sondern auch sich selbst im Markt zu positionieren. Dafür erfolgte Anfang der 90er Jahre eine weitsichtige Positionierung. Als noch wenige an den bahnbrechenden Erfolg von Bio und Nachhaltigkeit glaubten, richtete Bernd Eberle die Agentur genau darauf aus. Eine strategische Richtungsentscheidung, die von Erfolg gekrönt war. So betreut Eberle bis heute renommierte Unternehmen und Marken der Branche betreut, allen voran Alnatura oder Weleda.

Eberle spürte auch frühzeitig, dass sich die Agenturlandschaft auf „360-Grad-Agenturen mit Integrierter Kommunikation“ ausrichtete. Deshalb gründete Bernd Eberle nicht nur eine eigene PR-Agentur, die heutige Eberle Business, sondern auch eine eigene Internet-Agentur und entwickelte eigene Internet-Plattformen, die über eine Online-Community mit eigener Zeitung, digital-interaktivem Ratgeber, Verlagsprodukten, Probenversand, PR und Media Relations vermarktet wurden.

Und welche Positionierung verfolgt Eberle heute: „Wir entwickeln langfristig tragfähige Markenkonzepte, verankern authentische und glaubwürdige Markenwerte. Wir schärfen Profile, generieren Umsatz und bauen stabile Verbindungen zu Konsumenten. Das nennen wir: Marken nachhaltig stärken.“ So beschreiben es die Kommunikationsprofis, die dabei die KI komplett für sich vereinnahmen.

KI kann zu Agentur-Neugründungen führen

Bernd Eberle: „KI wird von vielen in der Branche als Menetekel betrachtet, das ein großes Agentursterben einläutet. Das sehe ich nicht so. Ich wage die These, dass der KI-Trend kurzfristig sogar zu mehr Agentur-Neugründungen führen könnte. Aber eben zu sehr viel mehr spezialisierten.“ Richtig sei, dass zahlreiche Aufgaben eines datengetriebenen Marketings auf die KI verlagert werden könnten. „Und genau das werden sich fitte Agenturinhaber zu eigen machen“, ist sich der Profi sicher.

Anders sehe es bei Strategie und Beratung aus. „Menschen in Unternehmen suchen immer noch den Kontakt zu Menschen in der Agentur. Marketingabteilungen suchen Sparring-Partner, Unternehmer suchen Trusted Advisor. Da sehe ich noch viel Platz und Potenzial für Agenturen, die sich dessen bewusst sind.“ Deshalb glaubt Bernd Eberle an eine Hybridisierung innerhalb des Systems Full Service Agentur aus gut ausgebildeten Teams und KI.

Hybridisierung der Full-Service Agenturen

Agenturen werden bei diesen tiefgreifenden Veränderungen aber nicht nur ihren Agilitätsbonus ausspielen. „Spannend wird sein, wer mit kühlem Kopf den Überblick behält. Letztlich werden sich Agenturen weiter durchsetzen, die von Grund auf wissen, wie Marken funktionieren, wie man sie aufbaut und entwickelt und wie man sie nachhaltig stärkt. Das heißt, Agenturen, die noch die große Roadmap im Blick haben, werden mit dem Wandel besser zurechtkommen“, ist sich Eberle sicher.

Full Service Agenturen könnten dabei die Nase leicht vorne haben, wenn sie ihr Geschäftsmodell justieren. Dazu gehören mehr Kooperationen für eine noch stärkere Vernetzung von Dienstleistungen, mehr Know-how-Sharing mit Spezialisten und vor allem ein noch stärkeres Verständnis als Sparring-Partner. KI ist dabei ein großer Werkzeugkasten, aus dem sich die Spezialisten immer und ständig bedienen würden, um im Sinne der Marke und des Kommunikationsziels eine Optimierung zu erreichen.

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